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Pädagogik ohne Grenzen - 33 Slowenische Erzieherinnen und Pädagoginnen zu Gast im Kindergarten St. Pius
Bereits zum dritten Mal besuchte eine Gruppe slowenischer Erzieherinnen und Pädagoginnen den Kindergarten St. Pius in der Ungernederstraße der katholischen Kita IN gGmbH. Insgesamt 33 Erzieherinnen und Pädagoginnen machten auf ihrem Weg zur Nürnberger Spielwarenmesse Halt in Ingolstadt, um die deutsche Kita-Praxis hautnah zu erleben.
„Es kommen immer wieder neue Fachkräfte“, berichtet Kindergartenleiterin Petra Nölp. Dass das Interesse an der Einrichtung wächst, spricht für den Erfolg der organisierten Bildungsreise. Der Vormittag bot reichlich Raum für fachlichen Austausch – zunächst auf Englisch, später auch auf Deutsch.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste von der kulturellen Vielfalt: In St. Pius haben 87 von 100 Kindern einen Migrationshintergrund. „Wir haben auch Zuwanderung, aber nicht in diesem Ausmaß“, kommentierten die Besucherinnen. Auf die Frage, ob die Eltern offen für das Erlernen der deutschen Sprache seien, antwortete Nölp diplomatisch: „Viele Eltern legen großen Wert darauf, dass ihre Kinder Deutsch lernen. Auch wenn sie selbst nicht immer die Möglichkeit oder den Wunsch haben, Deutsch zu lernen.“ Folgerichtig liegt ein Schwerpunkt der Kita auf gezielter Sprachförderung.
Auch bei den Rahmenbedingungen traten deutliche Unterschiede zutage. Während in Deutschland Teilzeitmodelle zum Standard gehören, ist in Slowenien die Vollzeitbeschäftigung die Regel. Slowenische Kitas bieten oft eine durchgehende Neun-Stunden-Betreuung an, bei der Mahlzeiten und Windeln bereits im einkommensabhängigen Beitrag enthalten sind.
Für Diskussionen sorgte das pädagogische Konzept. Während die slowenischen Kitas strikt programmorientiert arbeiten, setzt St. Pius auf das „offene Konzept“. „Wie behalten Sie da die Kontrolle?“, fragte eine Besucherin skeptisch mit Blick auf die ausgiebigen Freispielzeiten. Petra Nölp erklärte, dass die pädagogischen Fachkräfte jedes Kind genau im Blick haben und die Selbstbestimmung der Kinder fördern, ohne den Rahmen zu verlieren. Feste Punkte wie zum Beispiel der Morgenkreis geben dabei die nötige Struktur. Am Ende des Besuchs zog Petra Nölp ein positives Resümee: „Dieser Austausch ist jedes Jahr etwas Besonderes. Wir freuen uns, unsere Arbeit erklären zu können und unsere gute Pädagogik so sichtbar zu machen.“

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