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10.01.2022

Riesenschnecke hilft beim Runterkommen - Tiere als Therapeuten in der Kita St. Nikolaus

Foto: Kath. Kita IN gGmbH

Foto: Kath. Kita IN gGmbH

Hunde oder große Schnecken: manche Tiere sind erstaunlich gute Tröster, Freunde und Therapeuten. Das zeigt sich bei den Achatschnecken in der Kita St. Nikolaus in Lenting ebenso wie bei den zahlreichen anderen Tieren in der Einrichtung. 

„Die Schnecken entspannen und beruhigen die Kinder“, weiß Birgit Dunz, Leiterin der Kita und Krippe St. Nikolaus in Lenting. Auch zappelige und unruhige Kinder können auf einmal ruhig und konzentriert sitzen bleiben, wenn sie „Turbo“ oder „Blitz“ auf dem Arm haben. So heißen die beiden großen Achatschnecken, die seit Herbst in der Gespenstergruppe des Kindergartens wohnen. Geplant war der therapeutische Einsatz anfangs nicht. „Wir haben unsere beiden Schnecken angeschafft, weil wir sie so toll fanden. Erst im Nachhinein haben wir bemerkt, welchen Nutzen sie für die Kinder haben“, berichtet Simone Regler, Gruppenleitung aus der Gespenstergruppe.

Die sechsjährige Lina Nobst aus Lenting findet die Schnecken super:„Ich kann mit ihnen gut spielen. Ich mag sie, weil sie überall hochkriechen können. Man kann sie gut beobachten und sie sind nicht so schleimig wie die normalen.“ Die sechsjährige Aurelia aus Lenting stimmt ihr zu: „Die Schnecken sind so schön leise und riechen gut. Ich lock sie gern aus dem Haus heraus, dass ich ihnen gut zuschauen kann. Sie fühlen sich gut auf der Hand an.“

Auch die bewegungsfreudigen Kinder der Gruppe können auf einmal ganz still sitzen, wenn sie wollen, dass sich die Schnecken zeigen und aus ihrem Haus kommen. Dann strecken „Turbo“ und „Blitz“ ihren Kopf aus dem Haus, machen sich lang und sind sehr neugierig. Die Schnecken haben aber nicht nur einen beruhigenden Effekt: „Die Kinder lernen Wertschätzung und Achtung gegenüber anderen Lebewesen“, erklärt Simone Regler. Der Umgang mit Tieren allgemein fördert laut Regler auch Lernprozesse im sozial-emotionalen Bereich und erleichtert die Kommunikation mit anderen Kindern.

Die Kinder lernen außerdem Verantwortungsgefühl, sammeln taktile Erfahrungen und schulen ihre Feinmotorik. Das konnte das Leitungsteam Birgit Dunz und Simone Regler nicht nur im Umgang mit den beiden Schnecken beobachten: in St. Nikolaus wohnen noch einige andere Tiere: Wüstenrennmäuse, Bienen, Hühner und aktuell läuft ein Projekt mit einem Eurasierhund. Birgit Dunz ist sich sicher, dass die Tiere den Kita-Alltag auf vielfältige Weise bereichern und dass die Kinder viel durch den Umgang mit ihnen lernen.

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