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Waldputz in Wettstetten - drei Müllsäcke sind gefüllt

Katholischer Kindergarten St. Martin Wettstetten

Wir sind ein katholischer Kindergarten und orientieren uns ganzheitlich am christlichen Menschenbild. Deshalb steht er allen Kindern unabhängig von der Konfession, der Religion, der Kultur und den Lebensverhältnissen offen.

Wir wollen den Kindern im Alltag neue Lebens- und Erfahrungsräume eröffnen und Leben und Glauben verbinden. Die Wertschätzung der Natur und der sorgsame Umgang mit den Ressourcen (Wasser, Strom) sind für unseren Kindergarten von großer Bedeutung. Um die Schöpfung und intensive Naturerfahrungen zu ermöglichen, finden im 2-jahres-Rhythmus unsere Waldwochen statt. Ebenso orientieren wir uns an der realen Lebenswelt der Kinder und fördern ihre  Chancengleichheit. Es ist uns wichtig mit den Familien unterstützend und integrativ zusammenzuarbeiten. Unsere religiöse Erziehung findet nicht nur in den speziellen religiösen Angeboten statt, sondern durchzieht durch die Werthaltung im Haus und das gelebte Miteinander den gesamten pädagogischen Alltag.

Kinder
Unseren Kindergarten besuchen in der Regel ca. 75 Kinder im Alter von 2,5 – 6 Jahren, die alters- und geschlechtsgemischt auf drei Gruppen verteilt sind.

Integration und Inklusion
In unserem Kindergarten ermöglichen wir die Einzelintegration von Kindern mit einem erhöhten Unterstützungsbedarf. Für uns ist es selbstverständlich Integrationsplätze anzubieten, wenn wir den Anforderungen und Bedürfnissen der Kinder entsprechen können. In Kooperation mit einer heilpädagogischen Praxis ermöglichen wir den Kindern und Familien in vielfältiger Weise Hilfe und Förderung.

Pädagogischen Grundlagen

In unserem Kindergarten orientieren wir uns am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan und dem daraus hervorgehenden Bild vom Kind.
Bei uns wird das Kind als Akteur mit eigenen Gestaltungsmöglichkeiten angesehen und dabei unterstützt, seine Bildung und Entwicklung aktiv mitzugestalten. Die Kinder werden, unabhängig von ihren jeweiligen Voraussetzungen, individuell und ganzheitlich in ihrer Entwicklung unterstützt.
Grundlegend arbeiten wir nach den drei pädagogischen Grundhaltungen der Empathie, der Kongruenz (Echtheit) und der positiven Wertschätzung. Ebenso handeln wir im Bewusstsein unserer Vorbildfunktion und begegnen den Kindern authentisch und auf Augenhöhe, ressourcenorientiert und flexibel. Dabei berücksichtigen wir die pädagogischen Prinzipien der Partizipation und der Ko-Konstruktion. Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten werden z.B. durch die Raumgestaltung und ein Materialangebot gemäß den Interessen der Kinder ermöglicht.

Teiloffenes, gruppenübergreifendes Konzept
Wir arbeiten nach dem teiloffenen Konzept. Jedes Kind hat also eine Stammgruppe.
Während der Freispielzeit werden die Gruppenräume geöffnet, sodass den Kindern die verschiedenen Funktionsbereiche und Lernwerkstätten zur freien Verfügung stehen.
Durch stufenweise Einführung, Besprechung und Einübung der Regeln, können den Kindern diese Freiräume gemäß ihrer Entwicklung zugestanden werden. Somit können sie sich in eigener Verantwortung und Selbstständigkeit entfalten. Das Personal behält die Übersicht durch eine Bildmagnetwand im Gruppenraum und ist während der Freispielphase im ganzen Haus für die Kinder präsent.

Alltagsorientiertes und situatives Lernen
Durch ritualisierte und strukturierte Abläufe im Kindergarten lernen die Kinder die Vollzüge des täglichen Lebens kennen und diese umzusetzen. Solche Alltagssituationen sind z.B. ein strukturierter Tages- und Wochenablauf, unsere Rituale im Alltag, der Morgenkreis, das Mittagessen etc.

Lernen vom Kind aus – selbstbestimmtes Lernen in der Freispielzeit
Im täglichen Freispiel mit seinen vielfältigen Möglichkeiten steht den Kindern in unserer Einrichtung ein intensives und kindgerechtes Erfahrungs- und Lernfeld zur Verfügung. Die Kinder wählen Spielort, Spielpartner und Materialien selbst. Durch ausreichende Zeit, durch die Raumgestaltung und durch sinnanregende Materialien ermöglichen wir ein kreatives, fantasievolles und zweckfreies Spiel. Die Fachkraft nimmt eine begleitende, unterstützende und beobachtende Rolle im Freispiel ein.

Lernen als Ko- Konstruktion in der Projektarbeit
Von- und miteinander lernen geschieht im gemeinsamen Erforschen von Dingen, Ereignissen, sozialen Beziehungen, Phänomenen, Abläufen und Weltvorgängen. Mit der Methode der Projektarbeit und mit Kinderkonferenzen regen wir zu ko- konstruktiven Prozessen an und begleiten diese.

Die Eingewöhnung
Der Übergang vom Elternhaus oder von der Krippe in den Kindergarten ist mit neuen Veränderungen und neuen Anforderungen verbunden und legt den Grundstein zum Wohlfühlen. Deswegen sind für uns die sorgsame Gestaltung und die Begleitung dieses Eingewöhnungsprozesses von großer Bedeutung. Dieser Prozess ermöglicht es den Kindern, eine intensive Beziehung zu einer neuen Bezugsperson aufzubauen und sich zunehmend als Mitglied einer Kindergruppe zu erleben.

 

In unserer Einrichtung gestalten wir den Übergang wie folgt:
- Informationstag
- Anmeldegespräch
- Elternabend für neue Eltern
- Schnuppertag und Eingewöhnungsphase
- Eingewöhnungsgespräch

Der Übergang von der Familie in den Kindergarten erfordert von Kindern und Eltern eine hohe Anpassungsleistung und wird von starken Emotionen begleitet. Das Kind muss lernen sich in neuen Strukturen und in einer größeren Kindergruppe zurechtzufinden.
Wir wollen diese Zeit für Sie so angenehm wie möglich gestalten und erleichtern diese durch folgende Maßnahmen:
- Kinder und Eltern werden jeden Morgen wertschätzend begrüßt.
- Die Eltern erhalten verstärkt Informationen über die Reaktionen des Kindes.
- Die Eltern haben die Gelegenheit ihr Kind schrittweise zu begleiten. Wir bitten alle Eltern zu diesen Zeiten als wichtige Unterstützungsperson für Ihr Kind zur Verfügung zu stehen.
- Das neue Kind wird der Gruppe vorgestellt und bekommt ein Helferkind, das ihm unterstützend zur Seite steht.
- Die Struktur des Tagesablaufes und die Gruppenfindung sind vorrangige Themen in den ersten Wochen.
- Der tägliche Morgenkreis mit seinen Ritualen schafft ein erstes Gefühl von Sicherheit.
- Der Tages- und Wochenablauf bleibt stabil und bietet somit Orientierung und Sicherheit.
- Den Abschluss der Eingewöhnungsphase bildet ein Gespräch mit den Eltern.

Tagesablauf
Unser Tagesablauf ist klar strukturiert und in verschiedene Phasen unterteilt. Neben ausreichend Zeit zur freien Verfügung (Freispiel) für die Kinder gibt es vielfältige Angebote, die sowohl unter Anleitung des pädagogischen Personals stattfinden, als auch gemeinsam mit den Kindern erarbeitet und umgesetzt werden. Der Tagesablauf richtet sich nach den Bedürfnissen der Kinder und wird von uns stets überprüft und bei Bedarf neu angepasst.
7.00 Uhr – 8.30 Uhr               Bringzeit
8.00 Uhr – 12.00 Uhr             Pädagogische Kernzeit, Morgenkreis, gleitende Brotzeit, Freispielzeit, Gartenzeit, Angebote, individuelle Förderungen
12.00 Uhr – 12.45 Uhr           Mittagessen, Ruhephase, Freispiel
12.45 Uhr – 14.00 Uhr           Freispiel im Gruppenraum oder Garten
14.00 Uhr – 14.45 Uhr           Nachmittagskreis, Brotzeit, Freispielzeit,
14.45 Uhr – 16.30 Uhr           Freispiel mit gleitender Abholzeit

Räumlichkeiten und Ausstattung
Im Jahr 1993 wurde der Kindergarten erbaut. Er zeichnet sich durch viele große Fenster sowie hohe und helle Räumlichkeiten aus. Den Kindern stehen drei Gruppenräume, jeweils mit Nebenraum und Terrasse zur Verfügung. Des Weiteren verfügt jede Gruppe über eine Garderobe und einen Waschraum.
Im September 2015 konnten wir einen weiteren Raum in der Sozialstation für uns gewinnen. Dieser wird für diverse Förder- und, Therapieangebote genutzt und steht uns für ausgewählte Bildungseinheiten zur Verfügung.

Lernwerkstätten
Ebenso bieten wir den Kindern folgende Bereiche mit speziellen Funktionen und Lernwerkstätten an:
- ein Maleratelier
- eine Turnhalle
- Räume mit wechselnden Funktionen (Musikraum, Kaufladen, Kasperltheater)
- eine Werkstatt
- ein Sinnesraum
- eine Räuberhöhle
- ein Bällebad
- mehrere Hängematten
- eine Vorschulecke mit wechselnden Themen
- eine Kugelbahn.

Garten
Neben der hochwertigen pädagogischen Ausstattung unserer Innenräume ist der Garten ein besonderer Bildungsort in unserer Einrichtung. Die großen Wiesenflächen, verschiedene Spielgeräte und der alte Baumbestand laden  zu verschiedensten Bewegungs- und Spielmöglichkeiten ein. Ein großzügiger Sandkasten mit Abdeckung kann für elementare Sinneserfahrungen und erste „Bauarbeiten“ genutzt werden. Zu jeder Jahreszeit  können die Pflasterwege mit unserem vielfältigen „Fuhrpark“ befahren werden. Im Herbst und Winter erweitern wir die Fahrfläche bis vor den Kindergarteneingang und in den Bereich des Parkplatzes.